
Demokratie ist nicht nur Theorie im Klassenzimmer – man kann sie auch live erleben. Genau das stand für die zwei Politik-Grundkurse der Jahrgangsstufe 12 auf dem Programm: Begleitet von ihren Lehrkräften reisten die Schülerinnen und Schüler für einen Tag nach Straßburg, um hinter die Kulissen des Europäischen Parlaments zu blicken und einen kleinen Stadtausflug zu erleben.


Nach einer kurzen Sicherheitskontrolle ging es direkt in das imposante Louise-Weiss-Gebäude. Das absolute Highlight des Tages war der Besuch des Plenarsaals. Von der Besuchertribüne aus konnten die Kurse die beeindruckende Architektur des Saals bestaunen und hautnah miterleben, wo sonst die 720 Abgeordneten aus allen Mitgliedstaaten über die Gesetze der EU debattieren und wir sahen sogar ein paar Abstimmungen für Gesetze.
Das absolute Highlight der Exkursion war jedoch eine persönliche Diskussionsrunde mit Dr. Katarina Barley, der Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, um brennende Fragen zu aktuellen politischen Herausforderungen, dem Alltag einer Spitzenpolitikerin in Brüssel und Straßburg sowie der Zukunft der Europäischen Union zu stellen. Die Offenheit und Nahbarkeit der Vizepräsidentin hinterließen bei allen einen bleibenden Eindruck.

Um das theoretische Wissen aus dem Unterricht direkt in die Praxis umzusetzen, bezogen die Grundkurse anschließend einen eigenen Seminarraum im Parlament. Dort wurde es schnell interaktiv: Die Schülerinnen und Schüler wählten zwei eigene Vorsitzende aus den eigenen Reihen, die fortan die Sitzung leiten durften.
Unterstützt wurde die Runde von einer Mitarbeiterin des Parlaments, die den Kursen Rede und Antwort stand und alle Fragen rund um die EU beantwortete.
Das Parlament stand ganz im Zeichen des kanadischen Premierministers, der an diesem Tag in Straßburg erwartet wurde. Auch wenn die Gruppe den Premierminister selbst nicht zu Gesicht bekam, war die besondere Atmosphäre greifbar. Ein ausgerollter roter Teppich, verstärkte Sicherheitswachen, Kamarateams und die Seite an Seite wehenden Flaggen der EU und Kanadas machten deutlich, dass hier gerade Weltpolitik geschrieben wurde.

